{"id":42299,"date":"2022-10-19T15:41:45","date_gmt":"2022-10-19T13:41:45","guid":{"rendered":"https:\/\/russlandverstehen.eu\/?p=42299"},"modified":"2024-06-27T16:43:01","modified_gmt":"2024-06-27T14:43:01","slug":"expert-network-policy-brief-deutschland-speck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/russlandverstehen.eu\/de\/expert-network-policy-brief-deutschland-speck\/","title":{"rendered":"Deutsch\u00adland braucht eine neue Russlandpolitik"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]<\/p>\n<figure id=\"attachment_42300\" aria-describedby=\"caption-attachment-42300\" style=\"width: 1200px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img class=\"wp-image-42300 size-full\" src=\"https:\/\/russlandverstehen.eu\/wp-content\/uploads\/500WladimirSchroeder.jpg\" alt width=\"1200\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/russlandverstehen.eu\/wp-content\/uploads\/500WladimirSchroeder.jpg 1200w, https:\/\/russlandverstehen.eu\/wp-content\/uploads\/500WladimirSchro\u0308der-770x321.jpg 770w, https:\/\/russlandverstehen.eu\/wp-content\/uploads\/500WladimirSchro\u0308der-768x320.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\"><figcaption id=\"caption-attachment-42300\" class=\"wp-caption-text\">Der dama\u00adlige Bun\u00addes\u00adkanz\u00adler Gerhard Schr\u00f6\u00adder und Wla\u00addi\u00admir Putin im Sep\u00adtem\u00adber 2009 bei einem Besuch in Vyborg, dem Start\u00adpunkt der Nord Stream Pipe\u00adlines. Foto:&nbsp;IMAGO<\/figcaption><\/figure>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=\u201c.vc_custom_1508251598805{margin-top: 30px !important;}\u201c][vc_column width=\u201e2\/3\u201c css=\u201c.vc_custom_1508252250311{padding-right: 20px !important;}\u201c][vc_column_text]<\/p>\n<h2>Die deut\u00adsche Russ\u00adland\u00adpo\u00adli\u00adtik der letzten Jahr\u00adzehnte war ein Miss\u00aderfolg. Statt der erhoff\u00adten Demo\u00adkra\u00adti\u00adsie\u00adrung hat sich ein auto\u00adri\u00adt\u00e4\u00adres Regime ent\u00adwi\u00adckelt. Ziel einer neuen Po\u00adli\u00adtik muss sein, Russ\u00adland ein\u00adzu\u00add\u00e4m\u00admen und von wei\u00adte\u00adren Angrif\u00adfen dau\u00ader\u00adhaft abzuschrecken.<\/h2>\n<p><!--more-->[\/vc_column_text][vc_message message_box_color=\u201epeacoc\u201c]Dieses Paper ist im Rahmen des Pro\u00adjekts \u201e<a href=\"https:\/\/libmod.de\/en\/network-russia\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Expert Network Russia<\/a>\u201c erschie\u00adnen. Dort finden Sie auch eine&nbsp;<a href=\"https:\/\/libmod.de\/en\/network-russia-policy-paper-ulrich-speck-zeitenwende\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">eng\u00adli\u00adsche Version<\/a>![\/vc_message][vc_column_text]Die deut\u00adsche Russ\u00adland\u00adpo\u00adli\u00adtik der letzten Jahr\u00adzehnte hat ihr Ziel nicht erreicht, im Gegen\u00adteil. Russ\u00adland hat sich nicht \u201emoder\u00adni\u00adsiert\u201c: es ist nicht zu einem demo\u00adkra\u00adti\u00adschen, plu\u00adra\u00adlis\u00adti\u00adschen Land mit einer diver\u00adsi\u00adfi\u00adzier\u00adten Wirt\u00adschaft gewor\u00adden, zu einem kon\u00adstruk\u00adti\u00adven inter\u00adna\u00adtio\u00adna\u00adlen Mit\u00adspie\u00adler, der im fairen Umgang mit anderen \u201ewin-win\u201c-L\u00f6sungen sucht. Statt\u00addes\u00adsen hat sich ein auto\u00adri\u00adt\u00e4\u00adres Regime in Russ\u00adland ent\u00adwi\u00adckelt, das seine Herr\u00adschaft mit Gewalt durch\u00adsetzt und das sich nach au\u00dfen immer mehr als ein Impe\u00adrium defi\u00adniert, das vor allem auf Krieg als Mittel der Domi\u00adnanz&nbsp;setzt.<\/p><div class=\"libmod-author-box\"><p><img src=\"https:\/\/libmod.de\/wp-content\/uploads\/runderSpeck.png\" alt=\"Portr\u00e4t von Ulrich Speck\"><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/russlandverstehen.eu\/author\/uspeck\/\">Ulrich Speck<\/a> ist Au\u00dfen\u00adpo\u00adli\u00adtik\u00adex\u00adperte und Kolum\u00adnist f\u00fcr die \u201eNeue Z\u00fcrcher Zeitung\u201c. Er hat unter anderem f\u00fcr Car\u00adne\u00adgie Brussels, die Trans\u00adat\u00adlan\u00adtic Academy in Washing\u00adton und den German Mar\u00adshall Fund Berlin&nbsp;gearbeitet.<\/p><\/div>\n<p>Deutsch\u00adland hat seit dem Ende des Kalten Kriegs eine enge Bezie\u00adhung zu Russ\u00adland auf\u00adge\u00adbaut. Drei Kanzler, Helmut Kohl (1982\u20131998), Gerhard Schr\u00f6\u00adder (1998\u20132005) und Angela Merkel (2005\u20132021) haben auf eine enge poli\u00adti\u00adsche und wirt\u00adschaft\u00adli\u00adche Part\u00adner\u00adschaft mit Moskau gesetzt. Unter\u00adf\u00fct\u00adtert wurde diese poli\u00adti\u00adsche Bezie\u00adhung durch enge Wirt\u00adschafts\u00adkon\u00adtakte, unter anderem im Ener\u00adgie\u00adbe\u00adreich. Umge\u00adkehrt war Deutsch\u00adland f\u00fcr Putin f\u00fcr zwei Jahr\u00adzehnte einer der wich\u00adtigs\u00adten&nbsp;Partner.<\/p>\n<p>Ange\u00adsichts dieser engen Bezie\u00adhung zu Russ\u00adland muss sich Deutsch\u00adland heute die Frage stellen, welchen Anteil deut\u00adsche Russ\u00adland\u00adpo\u00adli\u00adtik an dieser Ent\u00adwick\u00adlung Russ\u00adlands hin zum auto\u00adri\u00adt\u00e4\u00adren und aggres\u00adsi\u00adven, die euro\u00adp\u00e4i\u00adsche Frie\u00addens\u00adord\u00adnung bedro\u00adhen\u00adden Akteur hatte \u2013 welche Fehler gemacht wurden, und was k\u00fcnftig anders gemacht werden muss. Nur wenn klar ist, was falsch gelau\u00adfen ist, kann es einen wirk\u00adli\u00adchen Neu\u00adan\u00adfang&nbsp;geben.<\/p>\n<h2>1) Das Para\u00addigma der deut\u00adschen Russ\u00adland\u00adpo\u00adli\u00adtik bis&nbsp;2022<\/h2>\n<p>Die Art und Weise, wie der Kalte Krieg endete, pr\u00e4gte die deut\u00adsche Russ\u00adland\u00adpo\u00adli\u00adtik f\u00fcr drei Jahr\u00adzehnte. Dass sich Gor\u00adbat\u00adschow nach langem Z\u00f6gern durch Ver\u00adhand\u00adlun\u00adgen mit den USA und der BRD dazu bewegen liess, der deut\u00adschen Ver\u00adei\u00adni\u00adgung im Rahmen der Nato zuzu\u00adstim\u00admen, dass in den dar\u00adauf\u00adfol\u00adgen\u00adden Jahren die ver\u00adblie\u00adbe\u00adnen sowje\u00adti\u00adschen Truppen aus Ost\u00addeutsch\u00adland wie ver\u00adspro\u00adchen abge\u00adzo\u00adgen wurden, all das f\u00fchrte zu gro\u00dfer Erleich\u00adte\u00adrung und Dank\u00adbar\u00adkeit in Deutsch\u00adland. Die Risiken des Ver\u00adei\u00adni\u00adgungs\u00adpro\u00adzes\u00adses waren enorm, und sehr viel hing von der Ent\u00adwick\u00adlung in Moskau&nbsp;ab.<\/p>\n<p>Dass sich Russ\u00adland dabei als kon\u00adstruk\u00adti\u00adver Partner erwies, war die pr\u00e4\u00adgende Grund\u00ader\u00adfah\u00adrung dieser Jahre. Daraus ent\u00adwi\u00adckelte sich in der Folge eine \u201eRussland-zuerst\u201c-Politik. Wie die USA fokus\u00adsierte auch Deutsch\u00adland vor allem auf Russ\u00adland und lie\u00df den \u00fcbrigen post\u00adso\u00adwje\u00adti\u00adschen Raum meist links liegen. Man setzte ganz auf Moskau. Einer\u00adseits weil man besorgt war, die Bezie\u00adhung zu Russ\u00adland k\u00f6nnte wieder zur\u00fcck\u00adfal\u00adlen in Feind\u00adse\u00adlig\u00adkeit. Die Frei\u00adheits- und Sicher\u00adheits\u00adge\u00adwinne seit 1989 hingen davon ab, dass Moskau sich auch wei\u00adter\u00adhin kon\u00adstruk\u00adtiv und part\u00adner\u00adschaft\u00adlich ver\u00adhielt. Zum anderen hoffte man auch, dass Russ\u00adland in Zukunft ein ver\u00adant\u00adwor\u00adtungs\u00advol\u00adler Mit\u00adspie\u00adler in einer neuen, fried\u00adli\u00adchen Welt\u00adord\u00adnung werden w\u00fcrde, ein enger Partner Deutsch\u00adlands und Europas. Und nicht zuletzt lockten die wirt\u00adschaft\u00adli\u00adchen Poten\u00adtiale Russ\u00adland, ins\u00adbe\u00adson\u00addere im Energiebereich.<\/p>\n<p>Alle diese Motive f\u00fchrten dazu, dass sich die deut\u00adsche Politik Russ\u00adland beson\u00adders nahe und ver\u00adpflich\u00adtet f\u00fchlte. In seiner Rede im deut\u00adschen Bun\u00addes\u00adtag im Sep\u00adtem\u00adber 2001, auf Deutsch gehal\u00adten, machte Putin, der 1985\u20131990&nbsp;in Dresden als KGB-Agent sta\u00adtio\u00adniert war, Deutsch\u00adland das Angebot einer engen Part\u00adner\u00adschaft. Russ\u00adland hege \u201egegen\u00ad\u00fcber Deutsch\u00adland immer beson\u00addere Gef\u00fchle\u201c, erkl\u00e4rte er. Europa k\u00f6nne nur dann ein \u201em\u00e4ch\u00adti\u00adger und selb\u00adst\u00e4n\u00addi\u00adger Mitt\u00adtel\u00adpunkt der Welt\u00adpo\u00adli\u00adtik\u201c werden, wenn es sich mit den \u201emensch\u00adli\u00adchen, ter\u00adri\u00adto\u00adria\u00adlen und Natur\u00adres\u00adsour\u00adcen\u201c sowie mit den \u201eWirtschafts\u2011, Kultur- und Ver\u00adtei\u00addi\u00adgungs\u00adpo\u00adten\u00adzia\u00adlen Russ\u00adland \u201c ver\u00adei\u00adnigt. Obwohl man von einer Part\u00adner\u00adschaft spreche, habe man \u201eimmer noch nicht gelernt, ein\u00adan\u00adder zu ver\u00adtrauen\u201c. Doch man m\u00fcsse heute \u201eend\u00adg\u00fcl\u00adtig erkl\u00e4\u00adren: Der Kalte Krieg ist&nbsp;vorbei\u201c.<\/p>\n<p>Das Angebot fiel auf frucht\u00adba\u00adren Boden. Zwi\u00adschen Putin und dem dama\u00adli\u00adgen Bun\u00addes\u00adkanz\u00adler Gerhard Schr\u00f6\u00adder ent\u00adwi\u00adckelte sich eine enge Bezie\u00adhung. Die Gele\u00adgen\u00adheit, mit Schr\u00f6\u00adder eine \u201eFreund\u00adschaft\u201c auf\u00adzu\u00adbauen, sah Putin gekom\u00admen, als der deut\u00adsche Kanzler sich 2003 mit Washing\u00adton \u00fcber den Irak-Krieg ent\u00adzweite. F\u00fcr einen Moment stand Schr\u00f6\u00adder recht alleine da \u2013 bis der rus\u00adsi\u00adsche Pr\u00e4\u00adsi\u00addent ihm zur Seite sprang und ihm fortan, bei einer Reihe gemein\u00adsa\u00admer Treffen mit dem fran\u00adz\u00f6\u00adsi\u00adschen Pr\u00e4\u00adsi\u00adden\u00adten Jacques Chirac, den R\u00fccken&nbsp;st\u00e4rkte.<\/p>\n<p>Von diesem Moment an war Schr\u00f6\u00adder dem rus\u00adsi\u00adschen Pr\u00e4\u00adsi\u00adden\u00adten eng ver\u00adbun\u00adden. Kurz vor der Bun\u00addes\u00adtags\u00adwahl 2005, die zu seiner Abwahl f\u00fchrte, unter\u00adzeich\u00adne\u00adten Schr\u00f6\u00adder und Putin eine Absichts\u00ader\u00adkl\u00e4\u00adrung, eine Gas\u00adpipe\u00adline durch die Ostsee zu bauen, die Russ\u00adland und Deutsch\u00adland direkt ver\u00adbin\u00adden w\u00fcrde: Nord Stream 1. Nach seiner Wahl\u00adnie\u00adder\u00adlage wurde Schr\u00f6\u00adder dann Auf\u00adsichts\u00adrats\u00adchef der Betrei\u00adber\u00adge\u00adsell\u00adschaft \u2013 ein gut bezahl\u00adter Lob\u00adby\u00adist, der sich nicht nur um den Bau der 2011 fer\u00adtig\u00adge\u00adstell\u00adten Nord-Stream-1-Pipe\u00adline ein\u00adsetzte, sondern auch f\u00fcr die zweite R\u00f6hre, Nord Stream&nbsp;2.<\/p>\n<p>Angela Merkel, die Schr\u00f6\u00adder 2005 nach\u00adfolgte, teilte die Begeis\u00adte\u00adrung Schr\u00f6\u00adders f\u00fcr Putin zwar nicht. Doch trotz ihrer kri\u00adti\u00adschen Distanz zum Kreml \u00e4nderte sie nichts an den Grund\u00ads\u00e4t\u00adzen der deut\u00adschen Russ\u00adland\u00adpo\u00adli\u00adtik. Best\u00e4rkt wurde sie darin auch von dem vormals engsten Mit\u00adar\u00adbei\u00adter Schr\u00f6\u00adders, Frank-Walter Stein\u00admeier, der zweimal unter Merkel Au\u00dfen\u00admi\u00adnis\u00adter wurde (2005\u201309 und 2013\u201317). F\u00fcr Stein\u00admeier war die \u201eVer\u00adflech\u00adtung\u201c mit Russ\u00adland sein zen\u00adtra\u00adles au\u00dfen\u00adpo\u00adli\u00adti\u00adsches Projekt; immer wieder empfing ihn auch Putin per\u00ads\u00f6n\u00adlich, und mit Sergej Lawrow stand er in regel\u00adm\u00e4\u00ad\u00dfi\u00adgem, ver\u00adtrau\u00adens\u00advol\u00adlen Aus\u00adtausch. Auch Sigmar Gabriel geh\u00f6rte als SPD-Vor\u00adsit\u00adzen\u00adder sowie Wirt\u00adschafts- und Au\u00dfen\u00admi\u00adnis\u00adter unter Merkel zu den Bef\u00fcr\u00adwor\u00adtern einer engen Part\u00adner\u00adschaft mit Moskau, er setzte sich massiv f\u00fcr den Bau von Nord Stream 2&nbsp;ein.<\/p>\n<p>Nach dem Angriff Russ\u00adlands auf die Ukraine 2014 \u2013 Anne\u00adxion der Krim und ver\u00addeck\u00adter Angriff auf den Donbas \u2013 geh\u00f6rte Merkel zwar zu den trei\u00adben\u00adden Kr\u00e4ften f\u00fcr west\u00adli\u00adche Sank\u00adtio\u00adnen gegen Russ\u00adland. Doch das Para\u00addigma der Part\u00adner\u00adschaft mit Russ\u00adland lie\u00df sie unan\u00adge\u00adtas\u00adtet. Zum einen setzte sie unbe\u00adirrt auf Diplo\u00adma\u00adtie mit dem Kreml, in zahl\u00adrei\u00adchen Gespr\u00e4\u00adchen mit Putin in unter\u00adschied\u00adli\u00adchen For\u00adma\u00adten ver\u00adsuchte sie, den rus\u00adsi\u00adschen Pr\u00e4\u00adsi\u00adden\u00adten davon zu \u00fcber\u00adzeu\u00adgen, dass er sich auf einem Irrweg befand. Zum anderen war sie nicht bereit, sich von der Vor\u00adstel\u00adlung einer immer engeren wirt\u00adschaft\u00adli\u00adchen Ver\u00adflech\u00adtung zu ver\u00adab\u00adschie\u00adden und stimmte dem Bau von Nord Stream 2&nbsp;zu.<\/p>\n<p>Im R\u00fcck\u00adblick wird deut\u00adlich, wie naiv Merkels Hoff\u00adnung auf eine diplo\u00adma\u00adti\u00adsche L\u00f6sung des Kon\u00adflikts zwi\u00adschen Russ\u00adland und der Ukraine \u2013 das soge\u00adnannte Nor\u00adman\u00addie-Format \u2013 war. F\u00fcr Putin waren die Gespr\u00e4\u00adche nur ein Versuch, mit nied\u00adri\u00adge\u00adren Kosten zu errei\u00adchen, was er unver\u00ad\u00e4n\u00addert anstrebte: die Kon\u00adtrolle \u00fcber die Ukraine, ein Land, das seiner Auf\u00adfas\u00adsung nach kein Recht auf Eigen\u00adst\u00e4n\u00addig\u00adkeit&nbsp;hatte.<\/p>\n<p>Bis zum offenen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 war die von Schr\u00f6\u00adders aufs Gleis gesetzte und von Merkel weiter betrie\u00adbene Russ\u00adland\u00adpo\u00adli\u00adtik in Deutsch\u00adland wenig kon\u00adtro\u00advers. Der immer wieder beschwo\u00adrene Grund\u00adsatz lautete, dass Russ\u00adland zwar ein schwie\u00adri\u00adger, aber unver\u00adzicht\u00adba\u00adrer Partner sei, ohne den es weder eine L\u00f6sung der Kon\u00adflikte in und um Europa gebe. Auch f\u00fcr den Kampf gegen den Kli\u00adma\u00adwan\u00addel oder zur Ein\u00add\u00e4m\u00admung des ira\u00adni\u00adschen Atom\u00adpro\u00adgramms sei die Zusam\u00admen\u00adar\u00adbeit mit dem Kreml von vitaler Bedeu\u00adtung. Ledig\u00adlich bei den Gr\u00fcnen, die enge Kon\u00adtakte zu ost\u00admit\u00adtel\u00adeu\u00adro\u00adp\u00e4i\u00adschen Refor\u00admern und zu rus\u00adsi\u00adschen Dis\u00adsi\u00adden\u00adten pfleg\u00adten, gab es einige kri\u00adti\u00adsche&nbsp;Stimmen.<\/p>\n<p>Die Instru\u00admente, die Berlin gegen\u00ad\u00fcber Moskau zum Einsatz brachte, bestan\u00adden fast aus\u00adschlie\u00df\u00adlich aus \u201eZucker\u00adbrot\u201c, fast nie aus der \u201ePeit\u00adsche\u201c, also poli\u00adti\u00adschem oder wirt\u00adschaft\u00adli\u00adchem Druck. Vor allem das Gespr\u00e4ch galt als zentral im Umgang mit dem Kreml. Je bru\u00adta\u00adler der Kreml vorging \u2013 gegen Geor\u00adgien 2008, gegen die Ukraine seit 2014, gegen Syrien seit 2015 \u2013 um so wich\u00adti\u00adger wurde es in den Augen f\u00fch\u00adren\u00adder Poli\u00adti\u00adker in Berlin, mit Putin zu spre\u00adchen. Doch die \u201eVer\u00adnunft\u201c, die Berlin in unz\u00e4h\u00adli\u00adgen Gespr\u00e4\u00adchen mit Putin, Lawrow und anderen Expo\u00adnen\u00adten des Regimes beschwor, ent\u00adsprach nicht der Logik eines Regimes, das auf Gewalt nach innen und au\u00dfen zum Macht\u00ader\u00adhalt und zum Wie\u00adder\u00adauf\u00adbau einer domi\u00adnan\u00adten Posi\u00adtion&nbsp;setzte.<\/p>\n<p>Auf die zuneh\u00admende Gewalt des Putin-Regimes nach innen und au\u00dfen aber hatte die deut\u00adsche Russ\u00adland\u00adpo\u00adli\u00adtik keine&nbsp;Antwort.<\/p>\n<p>Ein h\u00e4r\u00adte\u00adrer Kurs gegen\u00ad\u00fcber Russ\u00adland, wie ihn ins\u00adbe\u00adson\u00addere Polen und Balten bef\u00fcr\u00adwor\u00adte\u00adten, wurde in Berlin als Irrweg abgetan. Statt\u00addes\u00adsen setzte man auch wei\u00adter\u00adhin auf \u201eweiche\u201c Instru\u00admente und eine Part\u00adner\u00adschaft mit Russ\u00adland. Noch 2016 beklagte Stein\u00admeier als Au\u00dfen\u00admi\u00adnis\u00adter angeb\u00adli\u00adches \u201eS\u00e4bel\u00adras\u00adseln\u201c der Nato gegen\u00ad\u00fcber Russ\u00adland. Eben\u00adfalls 2016, nachdem bereits Russ\u00adland zivile Ziele in Syrien bom\u00adbar\u00addiert hatte, ver\u00adk\u00fcn\u00addete Stein\u00admeier in einer Rede im rus\u00adsi\u00adschen Jeka\u00adte\u00adrin\u00adburg, beim Wie\u00adder\u00adauf\u00adbau Syriens sollten \u201ebeson\u00adders Deutsch\u00adland und Russ\u00adland Hand in Hand&nbsp;arbeiten\u201c.<\/p>\n<p>Merkels Unter\u00adst\u00fct\u00adzung f\u00fcr die Ukraine war zwar auf\u00adrich\u00adtig und wichtig. Und ihr Mit\u00adge\u00adf\u00fchl f\u00fcr die Oppo\u00adsi\u00adtion in Russ\u00adland war genuin \u2013 sie half bei\u00adspiels\u00adweise, das Leben des pro\u00admi\u00adnen\u00adten Oppo\u00adsi\u00adti\u00adons\u00adpo\u00adli\u00adti\u00adkers Alexei Nawalny zu retten, indem sie ihn nach seiner Ver\u00adgif\u00adtung in Russ\u00adland im August 2020&nbsp;in ein Ber\u00adli\u00adner Kran\u00adken\u00adhaus bringen lie\u00df. Doch zugleich betrieb sie die von Schr\u00f6\u00adder auf das Gleis gesetzte Russ\u00adland\u00adpo\u00adli\u00adtik unver\u00ad\u00e4n\u00addert weiter. In einer Zeit, in der die Schere zwi\u00adschen dem Anspruch der deut\u00adschen Politik, die \u201eModer\u00adni\u00adsie\u00adrung\u201c Russ\u00adlands zu f\u00f6rdern, und der Rea\u00adli\u00adt\u00e4t einer zuneh\u00admend auf Gewalt nach innen und au\u00dfen set\u00adzen\u00adden Politik Putins immer weiter aufging. Sp\u00e4\u00adtes\u00adtens mit dem rus\u00adsi\u00adschen Angriff auf die Ukraine 2014\/\u200b15 w\u00e4re es \u00fcber\u00adf\u00e4l\u00adlig gewesen, ein neues robus\u00adte\u00adres Para\u00addigma der deut\u00adschen Russ\u00adland\u00adpo\u00adli\u00adtik zu eta\u00adblie\u00adren, das der immer deut\u00adli\u00adcher gewor\u00adde\u00adnen Bedro\u00adhung Russ\u00adlands f\u00fcr die euro\u00adp\u00e4i\u00adsche Sicher\u00adheits\u00adord\u00adnung gerecht gewor\u00adden w\u00e4re, in enger Zusam\u00admen\u00adar\u00adbeit mit den ost\u00admit\u00adtel\u00adeu\u00adro\u00adp\u00e4i\u00adschen Nach\u00adbarn. Statt\u00addes\u00adsen blieb Merkel in den alten&nbsp;Bahnen.<\/p>\n<h2>2) Die Wende von&nbsp;2022<\/h2>\n<p>Das Ende des alten Para\u00addig\u00admas der deut\u00adschen Russ\u00adland\u00adpo\u00adli\u00adtik kam nicht frei\u00adwil\u00adlig. Zwar gab es Kr\u00e4fte in der im Dezem\u00adber 2021 ins Amt gekom\u00adme\u00adnen neuen Regie\u00adrung, die eine andere, distan\u00adzierte Russ\u00adland\u00adpo\u00adli\u00adtik wollten, ins\u00adbe\u00adson\u00addere die Gr\u00fcnen. Kanzler Scholz und die SPD hin\u00adge\u00adgen waren eher geneigt, der bis\u00adhe\u00adri\u00adgen Russ\u00adland\u00adpo\u00adli\u00adtik treu zu bleiben. Eine Politik, die ja sehr wesent\u00adlich von zen\u00adtra\u00adlen SPD-Poli\u00adti\u00adker getra\u00adgen und ver\u00adk\u00f6r\u00adpert wurde, mit Stein\u00admeier, Gabriel und&nbsp;anderen.<\/p>\n<p>Es war Putins offene Kampf\u00adan\u00adsage an den Westen, die der deut\u00adschen Russ\u00adland\u00adpo\u00adli\u00adtik den Boden entzog: Der rus\u00adsi\u00adsche Trup\u00adpen\u00adauf\u00admarsch, der eine Droh\u00adku\u00adlisse gegen die Ukraine auf\u00adbaute, gefolgt von schrift\u00adli\u00adchen Ulti\u00adma\u00adten an die USA und die Nato, sich aus der von Russ\u00adland bean\u00adspruch\u00adten beson\u00adde\u00adren Inter\u00ades\u00adsensph\u00e4re \u2013 Ost\u00adeu\u00adropa und Ost\u00admit\u00adtel\u00adeu\u00adropa \u2013 weit\u00adge\u00adhend zur\u00fcck\u00adzu\u00adzie\u00adhen, schlie\u00df\u00adlich der offene Angriff auf die Ukraine am 24.&nbsp;Februar&nbsp;2022.<\/p>\n<p>Bis zuletzt hatten Scholz und Macron auf das Gespr\u00e4ch mit Moskau gesetzt, direkt mit Putin, aber auch im Nor\u00adman\u00addie-Format \u2013 darauf hoffend, dass Russ\u00adland doch an einer ein\u00adver\u00adnehm\u00adli\u00adchen L\u00f6sung inter\u00ades\u00adsiert sei. Und selbst in den ersten Tagen des Krieges z\u00f6gerte Scholz noch, einen neuen Kurs ein\u00adzu\u00adschla\u00adgen; er wei\u00adgerte sich zun\u00e4chst wei\u00adter\u00adhin, der Ukraine mit Waffen zu helfen. Erst als der Druck von au\u00dfen und innen zu gro\u00df wurde, ent\u00adschloss sich der Kanzler zu einem Befreiungsschlag.<\/p>\n<p>In einer Rede im Bun\u00addes\u00adtag am 27.&nbsp;Februar ver\u00adk\u00fcn\u00addete Scholz eine \u201eZei\u00adten\u00adwende\u201c. Die Dia\u00adgnose war deut\u00adlich, die Sprache direkt: Putin hat \u201ekalt\u00adbl\u00fc\u00adtig einen Angriffs\u00adkrieg vom Zaum gebro\u00adchen\u201c, weil \u201edie Frei\u00adheit der Ukrai\u00adne\u00adrin\u00adnen und Ukrai\u00adner\u201c sein \u201eeigenes Unter\u00addr\u00fc\u00adckungs\u00adre\u00adgime infrage\u201c stellt. Putin ist \u201eein Kriegs\u00adtrei\u00adber\u201c, dem wir \u201eGrenzen setzen\u201c m\u00fcssen. Der Kreml\u00adherr\u00adscher will \u201eein unab\u00adh\u00e4n\u00adgi\u00adges Land von der Welt\u00adkarte tilgen\u201c und \u201ezer\u00adtr\u00fcm\u00admert die euro\u00adp\u00e4i\u00adsche Sicher\u00adheits\u00adord\u00adnung\u201c. Putin \u201ewill ein rus\u00adsi\u00adsches Impe\u00adrium errich\u00adten\u201c, er will \u201edie Ver\u00adh\u00e4lt\u00adnisse in Europa nach seinen Vor\u00adstel\u00adlun\u00adgen grund\u00adle\u00adgend neu ordnen\u201c. Auf \u201eabseh\u00adbare Zeit\u201c gef\u00e4hrde Putin die Sicher\u00adheit in Europa, deshalb m\u00fcsse Deutsch\u00adland der Ukraine mit Waffen helfen und die Bun\u00addes\u00adwehr erheb\u00adlich besser&nbsp;ausstatten.<\/p>\n<p>Das war ein Pau\u00adken\u00adschlag. Der Kanzler ver\u00adk\u00fcn\u00addete das Ende jener deutsch-rus\u00adsi\u00adschen Part\u00adner\u00adschaft, f\u00fcr die Putin im Bun\u00addes\u00adtag 2001 so wort\u00adreich gewor\u00adben hatte, und den Abschied von Maximen, die \u00fcber zwei Jahr\u00adzehnte die deut\u00adsche Russ\u00adland\u00adpo\u00adli\u00adtik gepr\u00e4gt&nbsp;hatten.<\/p>\n<p>Doch auch wenn in den fol\u00adgen\u00adden Wochen und Monaten Waffen und Muni\u00adtion von Deutsch\u00adland an die Ukraine gelie\u00adfert und west\u00adli\u00adche Sank\u00adtio\u00adnen von Deutsch\u00adland mit\u00adge\u00adtra\u00adgen wurden, so blieb die Wirk\u00adlich\u00adkeit doch hinter der am 24.&nbsp;Februar vor\u00adge\u00adtra\u00adge\u00adnen Ent\u00adschlos\u00adsen\u00adheit&nbsp;zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Dabei gab es, wie Mei\u00adnungs\u00adum\u00adfra\u00adgen immer wieder zeigten, breite Unter\u00adst\u00fct\u00adzung f\u00fcr einen kon\u00adfron\u00adta\u00adti\u00adven Kurs gegen\u00ad\u00fcber Russ\u00adland. Eine gro\u00dfe Mehr\u00adheit der Deut\u00adschen sprach sich durch\u00adg\u00e4n\u00adgig f\u00fcr Waf\u00adfen\u00adlie\u00adfe\u00adrun\u00adgen an die Ukraine aus, ins\u00adbe\u00adson\u00addere auch W\u00e4hler der Gr\u00fcnen. Auch als klar wurde, dass Russ\u00adland Deutsch\u00adland in Bezug auf Ener\u00adgie\u00adlie\u00adfe\u00adrun\u00adgen unter Druck setzte, blieb die Unter\u00adst\u00fct\u00adzung f\u00fcr die Ukraine nahezu unver\u00ad\u00e4n\u00addert. Die Soli\u00adda\u00adri\u00adt\u00e4t der deut\u00adschen Bev\u00f6l\u00adke\u00adrung mit dem Ange\u00adgrif\u00adfe\u00adnen war und ist sehr&nbsp;gro\u00df.<\/p>\n<p>In Bezug auf Waffen und Muni\u00adtion waren es die USA, die den L\u00f6wen\u00adan\u00adteil an die Ukraine lie\u00adfer\u00adten, gefolgt von Polen und anderen ost\u00admit\u00adtel\u00adeu\u00adro\u00adp\u00e4i\u00adschen L\u00e4ndern sowie Gro\u00df\u00adbri\u00adtan\u00adnien. Deutsch\u00adland blieb, ebenso wie Frank\u00adreich, zur\u00fcck\u00adhal\u00adtend und z\u00f6gern. Als Scholz in der Debatte \u00fcber Waf\u00adfen\u00adlie\u00adfe\u00adrun\u00adgen in die Defen\u00adsive kam, warnte er im April \u00f6ffent\u00adlich vor einem Atom\u00adkrieg und lie\u00df damit erken\u00adnen, dass er sich durch die nukleare Drohung Russ\u00adlands beein\u00addru\u00adcken lie\u00df. Dem Druck der Koali\u00adti\u00adons\u00adpart\u00adner und der \u00fcber den bru\u00adta\u00adlen Angriffs\u00adkrieg Russ\u00adlands scho\u00adckier\u00adten \u00d6ffent\u00adlich\u00adkeit, mehr und schwe\u00adrere Waffen an die Ukraine zu liefern, wider\u00adsetzte sich der Kanzler mit immer neuen Begr\u00fcndungen.<\/p>\n<p>Auch bei den Sank\u00adtio\u00adnen geh\u00f6rte Deutsch\u00adland zu den Brem\u00adsern. Ins\u00adbe\u00adson\u00addere blo\u00adckierte Berlin auf der EU-Ebene den Versuch, mas\u00adsi\u00adven Druck auf Russ\u00adland \u00fcber Ener\u00adgie\u00adsank\u00adtio\u00adnen aus\u00adzu\u00ad\u00fcben. Aus Sorge, die Bev\u00f6l\u00adke\u00adrung w\u00fcrde die wirt\u00adschaft\u00adli\u00adchen Folgen von Ener\u00adgie\u00adsank\u00adtio\u00adnen nicht mit\u00adtra\u00adgen, ver\u00adzich\u00adtete die Bun\u00addes\u00adre\u00adgie\u00adrung auf den Einsatz dieses Instru\u00adments \u2013 und \u00fcber\u00adlie\u00df es damit Putin, Gas als Waffe zu benut\u00adzen. Dass diese Waffe jedoch, als Moskau sie im Sommer zuneh\u00admend zum Einsatz brachte, sich als stumpf erwies, lag auch daran, dass die Bun\u00addes\u00adre\u00adgie\u00adrung \u00fcber Monate daran gear\u00adbei\u00adtet hat, die Ener\u00adgie\u00adab\u00adh\u00e4n\u00adgig\u00adkeit von Russ\u00adland zu&nbsp;minimieren.<\/p>\n<p>Scholz \u00fcber\u00adnahm, anders als Merkel 2014\/\u200b15, keine F\u00fch\u00adrungs\u00adrolle. Deutsch\u00adland geh\u00f6rte inter\u00adna\u00adtio\u00adnal eher zu den Brem\u00adsern, auch wenn es im Main\u00adstream solide mit\u00admachte. Eine Haltung, die Berlin leicht\u00adfiel, weil Washing\u00adton schon fr\u00fch die F\u00fchrung des Westens \u00fcber\u00adnom\u00admen hatte. Deutsch\u00adland konnte sich, ebenso wie andere euro\u00adp\u00e4i\u00adsche Staaten, leicht ein\u00adf\u00fc\u00adgen in eine Stra\u00adte\u00adgie, die Washing\u00adton kon\u00adzi\u00adpiert worden war, in enger R\u00fcck\u00adspra\u00adche mit den Alli\u00adier\u00adten. Eigene stra\u00adte\u00adgi\u00adsche Ent\u00adschei\u00addun\u00adgen von gro\u00dfer Trag\u00adweite waren dabei gar nicht erfor\u00adder\u00adlich, ledig\u00adlich ein Abw\u00e4gen, bei welchen der vor\u00adge\u00adschla\u00adge\u00adnen Ma\u00df\u00adnah\u00admen man in welchem Ma\u00dfe mit\u00adma\u00adchen wollte und wo man lieber auf die Bremse&nbsp;trat.<\/p>\n<p>Die kom\u00adpe\u00adtente ame\u00adri\u00adka\u00adni\u00adsche F\u00fchrung hat es den Euro\u00adp\u00e4\u00adern zugleich erheb\u00adlich erleich\u00adtert, den Anschein von Einig\u00adkeit und Geschlos\u00adsen\u00adheit nach au\u00dfen zu pro\u00adji\u00adzie\u00adren. Dabei wurden die bestehen\u00adden Bruch\u00adli\u00adnien \u00fcber\u00addeckt. In West\u00adeu\u00adropa, vor allem in Paris, sieht man Russ\u00adland wei\u00adter\u00adhin als wich\u00adti\u00adgen macht\u00adpo\u00adli\u00adti\u00adschen Player, mit dem man fr\u00fcher oder sp\u00e4ter doch wieder zusam\u00admen\u00adar\u00adbei\u00adten muss. Immer wieder betont Macron, dass Frieden nur im Dialog mit dem Kreml gefun\u00adden kann. In Ost\u00admit\u00adtel\u00adeu\u00adropa, Skan\u00addi\u00adna\u00advien und Gro\u00df\u00adbri\u00adtan\u00adnien hin\u00adge\u00adgen setzt man auf Sieg gegen Russ\u00adland: nur wenn Russ\u00adland eine klare Nie\u00adder\u00adlage erlebt, wird es seine impe\u00adria\u00adlen Ambi\u00adtio\u00adnen auf\u00adge\u00adben, die die euro\u00adp\u00e4i\u00adsche Sicher\u00adheits\u00adord\u00adnung fun\u00adda\u00admen\u00adtal bedro\u00adhen. Diese Bruch\u00adli\u00adnien gegen mitten durch Deutschland.<\/p>\n<p>Die Einig\u00adkeit und Ent\u00adschlos\u00adsen\u00adheit des Westens wird derzeit durch pro\u00adfes\u00adsio\u00adnelle ame\u00adri\u00adka\u00adni\u00adsche F\u00fchrung ebenso erm\u00f6g\u00adlicht wie durch die scho\u00adckie\u00adrende Bru\u00adta\u00adli\u00adt\u00e4t des rus\u00adsi\u00adschen Angriffs\u00adkriegs. Daraus sollte man aber nicht den Schluss ziehen, dass die alten Para\u00addig\u00admen der Russ\u00adland\u00adpo\u00adli\u00adtik s\u00e4mt\u00adlich auf\u00adge\u00adge\u00adben worden sind. Wenn sich die Lage \u00e4ndert, k\u00f6nnte sich auch die Stim\u00admung wieder&nbsp;\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Deshalb ist es wichtig, eine neue Russ\u00adland\u00adstra\u00adte\u00adgie zu ent\u00adwi\u00adckeln, die die Zei\u00adten\u00adwende ernst nimmt und bewusst die Kon\u00adse\u00adquen\u00adzen aus der Erfah\u00adrung des rus\u00adsi\u00adschen Angriffs\u00adkriegs zieht. Die alte Politik ist geschei\u00adtert, eine neue gibt es noch&nbsp;nicht.<\/p>\n<h2>3) Was ist falsch&nbsp;gelaufen?<\/h2>\n<p>Der urspr\u00fcng\u00adli\u00adche Ansatz, auf die Trans\u00adfor\u00adma\u00adtion Russ\u00adlands zur libe\u00adra\u00adlen Demo\u00adkra\u00adtie und Markt\u00adwirt\u00adschaft zu setzen, war richtig. Es bleibt im deut\u00adschen und euro\u00adp\u00e4i\u00adschen Inter\u00adesse, dass Russ\u00adland diesen Weg geht, fr\u00fcher oder sp\u00e4ter. Denn der Kon\u00adflikt zwi\u00adschen Russ\u00adland und Europa ist nicht prim\u00e4r macht\u00adpo\u00adli\u00adtisch, er ist sys\u00adtem\u00adpo\u00adli\u00adtisch in seinem Cha\u00adrak\u00adter. W\u00e4re Russ\u00adland eine Demo\u00adkra\u00adtie, dann w\u00fcrden die macht\u00adpo\u00adli\u00adti\u00adschen Ambi\u00adtio\u00adnen Russ\u00adlands zwar nicht sogleich ver\u00adschwin\u00adden und damit auch macht\u00adpo\u00adli\u00adti\u00adsche Kon\u00adflikte. Sie w\u00fcrden aber, wie bei vielen anderen L\u00e4ndern, die fr\u00fcher Impe\u00adrien, waren, ein\u00adge\u00adhegt und in ihrer Bedeu\u00adtung relativiert.<\/p>\n<p>Der Kern der Span\u00adnun\u00adgen ist sys\u00adtem\u00adpo\u00adli\u00adtisch: Was den Kon\u00adflikt zwi\u00adschen Russ\u00adland und dem Westen so massiv werden l\u00e4sst, ist die Angst der auto\u00adkra\u00adti\u00adschen F\u00fchrung in Russ\u00adland vor Demo\u00adkra\u00adtie, also vor der Ent\u00admach\u00adtung der poli\u00adtisch und wirt\u00adschaft\u00adlich f\u00fch\u00adren\u00adden Elite. Ganz zentral ist die Angst vor \u201eFar\u00adben\u00adre\u00advo\u00adlu\u00adtio\u00adnen\u201c, die laut rus\u00adsi\u00adscher Pro\u00adpa\u00adganda vom Westen unter\u00adnom\u00admen werden, um Russ\u00adland zu schw\u00e4\u00adchen. Aus Sicht des Kremls ist der Westen eben nicht nur macht\u00adpo\u00adli\u00adti\u00adscher Gegner, weil er die Ambi\u00adtio\u00adnen Russ\u00adlands, die Nach\u00adbar\u00adschaft impe\u00adrial zu unter\u00adwer\u00adfen, ver\u00adhin\u00addert oder erschwert. Der demo\u00adkra\u00adti\u00adsche Westen bedroht auch die Macht\u00adba\u00adsis der auto\u00adkra\u00adti\u00adschen Elite zu Hause. Das erh\u00f6ht die Bereit\u00adschaft zum Kon\u00adflikt mit dem&nbsp;Westen.<\/p>\n<p>Mit einem demo\u00adkra\u00adti\u00adschen Russ\u00adland hin\u00adge\u00adgen k\u00f6nnten Deutsch\u00adland und der Westen auf vielen Feldern kon\u00adstruk\u00adtiv zusam\u00admen\u00adar\u00adbei\u00adten; das Ver\u00adschwin\u00adden des Sys\u00adtem\u00adge\u00adgen\u00adsat\u00adzes w\u00fcrde eine wech\u00adsel\u00adsei\u00adtige \u00d6ffnung erm\u00f6g\u00adli\u00adchen und den Macht\u00adge\u00adgen\u00adsatz ent\u00adsch\u00e4r\u00adfen. Die Bedro\u00adhung, die Russ\u00adland f\u00fcr seine Nach\u00adbarn dar\u00adstellt, w\u00fcrde deut\u00adlich gerin\u00adger werden, auf Dauer wohl ver\u00adschwin\u00adden. Ein demo\u00adkra\u00adti\u00adsches Russ\u00adland w\u00fcrde die Grenzen des rus\u00adsi\u00adschen Natio\u00adnal\u00adstaats aner\u00adken\u00adnen und die Sou\u00adve\u00adr\u00e4\u00adni\u00adt\u00e4t von Nach\u00adbarn respek\u00adtie\u00adren. Russ\u00adland w\u00fcrde den Weg gehen, den viele Impe\u00adrien vor ihm gegan\u00adgen&nbsp;sind.<\/p>\n<p>Das Problem deut\u00adscher Russ\u00adland\u00adpo\u00adli\u00adtik in den letzten Jahr\u00adzehn\u00adten war damit nicht das Ziel: die Ent\u00adwick\u00adlung Russ\u00adlands hin zur libe\u00adra\u00adlen Demo\u00adkra\u00adtie zu f\u00f6rdern. Das Problem war viel\u00admehr, dass die deut\u00adsche Russ\u00adland\u00adpo\u00adli\u00adtik dieses Ziel kaum ernst\u00adhaft ver\u00adfolgte. Statt\u00addes\u00adsen hat sich Berlin ein\u00adsei\u00adtig eng mit dem Kreml ein\u00adge\u00adlas\u00adsen und beide Augen zuge\u00addr\u00fcckt, als sich Russ\u00adland mehr in Rich\u00adtung Auto\u00adkra\u00adtie und Neo\u00adim\u00adpe\u00adria\u00adlis\u00admus ent\u00adwi\u00adckelte, und mit dem Projekt der wirt\u00adschaft\u00adli\u00adchen \u201eVer\u00adflech\u00adtung\u201c, ins\u00adbe\u00adson\u00addere im Bereich Energiepolitik.<\/p>\n<p>Im ein\u00adzel\u00adnen hat die deut\u00adsche Russ\u00adland\u00adpo\u00adli\u00adtik der beiden letzten Jahr\u00adzehnte ins\u00adbe\u00adson\u00addere drei Fehler&nbsp;gemacht:<\/p>\n<p><strong>Illu\u00adsio\u00adnen \u00fcber Russ\u00adland.<\/strong> Mit dem rus\u00adsi\u00adschen Marsch auf die geor\u00adgi\u00adsche Haupt\u00adstadt Tiflis 2008, sp\u00e4\u00adtes\u00adtens aber 2014\/\u200b15 mit dem Angriff auf die Ukraine h\u00e4tte klar sein m\u00fcssen, dass Russ\u00adland sich auf einen Weg der erneu\u00ader\u00adten impe\u00adria\u00adlen Aggres\u00adsion begab und damit eine akute Bedro\u00adhung f\u00fcr die Frie\u00addens\u00adord\u00adnung in Europa dar\u00adstellt. Und sp\u00e4\u00adtes\u00adtens mit der erneu\u00adten \u201eWahl\u201c Putins zum Pr\u00e4\u00adsi\u00adden\u00adten 2012 h\u00e4tte klar sein m\u00fcssen, dass sich Russ\u00adland auf dem Weg zur harten Auto\u00adkra\u00adtie&nbsp;befindet.<\/p>\n<p><strong>Russ\u00adland zuerst.<\/strong> Deutsch\u00adland hat drei Jahr\u00adzehnte lang vor allem auf Russ\u00adland gesetzt und Russ\u00adlands Nach\u00adbarn weit\u00adge\u00adhend igno\u00adriert. Als der dama\u00adlige pol\u00adni\u00adsche Au\u00dfen\u00admi\u00adnis\u00adter Radek Sikor\u00adski 2008 dem deut\u00adschen Au\u00dfen\u00admi\u00adnis\u00adter Stein\u00admeier seine Pl\u00e4ne f\u00fcr eine \u201e\u00d6st\u00adli\u00adche Part\u00adner\u00adschaft\u201c vor\u00adlegte und vor\u00adschlug, diese Initia\u00adtive zur St\u00e4r\u00adkung der EU-Bezie\u00adhun\u00adgen zu Belarus, Ukraine, Moldau, Geor\u00adgien, Arme\u00adnien und Aser\u00adbai\u00addschan gemein\u00adsam zu tragen, winkte Stein\u00admeier ab. \u201eStein\u00admeier stellte die Bezie\u00adhun\u00adgen zu Russ\u00adland in den Vor\u00adder\u00adgrund und sah in dem pol\u00adni\u00adschen Vor\u00adschlag eher eine Gefahr f\u00fcr die deut\u00adschen Inter\u00ades\u00adsen in Russ\u00adland\u201c, schreibt Cor\u00adne\u00adlius Ochmann bilan\u00adzie\u00adrend (https:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/fileadmin\/files\/BSt\/Presse\/imported\/downloads\/xcms_bst_dms_31394_31395_2.pdf). Sikor\u00adski trieb dann seine Pl\u00e4ne gemein\u00adsam mit dem schwe\u00addi\u00adschen Au\u00dfen\u00admi\u00adnis\u00adter Carl Bildt voran \u2013 w\u00e4hrend sich Stein\u00admeier auf die \u201eModer\u00adni\u00adsie\u00adrungs\u00adpart\u00adner\u00adschaft\u201c mit Russ\u00adland konzentrierte.<\/p>\n<p>Was von Deutsch\u00adland, aber auch von den USA, prim\u00e4r unter\u00adst\u00fctzt wurde, war nicht das neue Staa\u00adten\u00adsys\u00adtem, das sich im Osten Europas her\u00adaus\u00adbil\u00addete. Statt\u00addes\u00adsen pri\u00advi\u00adle\u00adgierte man Russ\u00adland und igno\u00adrierte Belarus, Ukraine und Moldau ebenso wie den S\u00fcd\u00adkau\u00adka\u00adsus. Man nahm in Kauf, dass sich Russ\u00adland wieder zuneh\u00admend impe\u00adrial ver\u00adhielt und die soge\u00adnann\u00adten \u201eein\u00adge\u00adfro\u00adre\u00adnen Kon\u00adflikte\u201c dazu nutzte, Nach\u00adbar\u00adl\u00e4n\u00adder zu schw\u00e4\u00adchen und zu ver\u00adhin\u00addern, dass sie gr\u00f6\u00dfere Eigen\u00adst\u00e4n\u00addig\u00adkeit entwickelten.<\/p>\n<p><strong>Ener\u00adgie\u00adpo\u00adli\u00adti\u00adsche Abh\u00e4n\u00adgig\u00adkeit.<\/strong> Dass Berlin nach dem rus\u00adsi\u00adschen Angriff auf die Ukraine vom 24.&nbsp;Februar 2022 sich nicht in der Lage sah, massive Ener\u00adgie\u00adsank\u00adtio\u00adnen gegen Russ\u00adland zu ver\u00adh\u00e4n\u00adgen, ist Folge einer ver\u00adh\u00e4ng\u00adnis\u00advol\u00adlen Politik der wirt\u00adschaft\u00adli\u00adchen Ver\u00adflech\u00adtung, die zu ein\u00adsei\u00adti\u00adger Abh\u00e4n\u00adgig\u00adkeit und zur Erpress\u00adbar\u00adkeit f\u00fchrte. Der Bau von Nord Stream 1&nbsp;und 2&nbsp;hatte weitere hohe Kosten f\u00fcr Deutsch\u00adland: ein mas\u00adsi\u00adver Ver\u00adtrau\u00adens\u00adver\u00adlust in Mittelosteuropa.<\/p>\n<h2>4) Auf dem Weg zu einer neuen Russlandpolitik<\/h2>\n<p>Ange\u00adsichts des fron\u00adta\u00adlen Angriffs Russ\u00adlands auf die Ukraine im Februar 2022 \u2013 und damit auf die euro\u00adp\u00e4i\u00adsche Frie\u00addens\u00adord\u00adnung \u2013 muss das erste Ziel einer neuen Russ\u00adland\u00adpo\u00adli\u00adtik sein, rus\u00adsi\u00adsche Aggres\u00adsion ein\u00adzu\u00add\u00e4m\u00admen und die euro\u00adp\u00e4i\u00adsche Frie\u00addens\u00adord\u00adnung so zu fes\u00adti\u00adgen, dass Russ\u00adland von wei\u00adte\u00adren Angrif\u00adfen dau\u00ader\u00adhaft abge\u00adschreckt&nbsp;wird.<\/p>\n<p>Daraus ergibt sich erstens die Not\u00adwen\u00addig\u00adkeit, die Ukraine massiv zu unter\u00adst\u00fct\u00adzen, mili\u00adt\u00e4\u00adrisch, poli\u00adtisch und wirt\u00adschaft\u00adlich. Ein Sieg der Ukraine \u2013 die weit\u00adge\u00adhende R\u00fcck\u00aderobe\u00adrung des ver\u00adlo\u00adre\u00adnen Ter\u00adri\u00adto\u00adri\u00adums \u2013 bringt die Chance mit sich, dass der rus\u00adsi\u00adsche Neo\u00adim\u00adpe\u00adria\u00adlis\u00admus wieder an Boden ver\u00adliert und dass die libe\u00adrale Demo\u00adkra\u00adtie in Russ\u00adland wieder zur Option&nbsp;wird.<\/p>\n<p>Zwei\u00adtens geht es darum, nicht nur die Ukraine, sondern auch andere \u00f6st\u00adli\u00adche Staaten zu st\u00e4rken, um die nach dem Zerfall der Sowjet\u00adunion und des War\u00adschauer Pakts ent\u00adstan\u00addene neue Ordnung zu fes\u00adti\u00adgen. Je mehr die L\u00e4nder der Region \u2013 inner\u00adhalb und au\u00dfer\u00adhalb der NATO \u2013 in der Lage sind, ihre Sou\u00adve\u00adr\u00e4\u00adni\u00adt\u00e4t gegen ein aggres\u00adsi\u00adves Russ\u00adland zu sichern, Russ\u00adland also abzu\u00adschre\u00adcken, desto sta\u00adbi\u00adler ist diese&nbsp;Ordnung.<\/p>\n<p>Drit\u00adtens kann der Westen rus\u00adsi\u00adschen Neo\u00adim\u00adpe\u00adria\u00adlis\u00admus nur erfolg\u00adreich zur\u00fcck\u00addr\u00e4n\u00adgen, wenn er sich selbst in eine Posi\u00adtion der St\u00e4rke befin\u00addet. Dazu m\u00fcssen die Euro\u00adp\u00e4er von rus\u00adsi\u00adscher Energie unab\u00adh\u00e4n\u00adgig werden, Resi\u00adli\u00adenz gewin\u00adnen \u2013 auch durch Abwehr von Des\u00adin\u00adfor\u00adma\u00adtion und Pro\u00adpa\u00adganda \u2013, und in ihre mili\u00adt\u00e4\u00adri\u00adschen F\u00e4hig\u00adkei\u00adten investieren.<\/p>\n<p>Vier\u00adtens kann das nur gemein\u00adsam mit Washing\u00adton funk\u00adtio\u00adnie\u00adren. Die zen\u00adtrale Rolle der USA wird im Moment wieder sicht\u00adbar. Zum einen gelingt es nur den USA, die Euro\u00adp\u00e4er in der Aus\u00adein\u00adan\u00adder\u00adset\u00adzung mit Russ\u00adland auf eine gemein\u00adsame Stra\u00adte\u00adgie zu ver\u00adpflich\u00adten. Zwei\u00adtens besit\u00adzen nur die USA die stra\u00adte\u00adgi\u00adschen und mili\u00adt\u00e4\u00adri\u00adschen F\u00e4hig\u00adkei\u00adten, auch im nuklea\u00adren Bereich, um eine solche Aus\u00adein\u00adan\u00adder\u00adset\u00adzung mit Russ\u00adland zu managen. Damit die ame\u00adri\u00adka\u00adni\u00adsche Unter\u00adst\u00fct\u00adzung erhal\u00adten bleibt, m\u00fcssen die Euro\u00adp\u00e4er einen gr\u00f6\u00ad\u00dfe\u00adren Teil der Lasten einer solchen Aus\u00adein\u00adan\u00adder\u00adset\u00adzung&nbsp;tragen.<\/p>\n<p>F\u00fcnf\u00adtens muss der Westen auf Wandel in Russ\u00adland vor\u00adbe\u00adrei\u00adtet sein und eine Vor\u00adstel\u00adlung davon ent\u00adwi\u00adckeln, wie kon\u00adstruk\u00adtive Bezie\u00adhun\u00adgen mit einem ver\u00ad\u00e4n\u00adder\u00adten Russ\u00adland aus\u00adse\u00adhen k\u00f6nnten und sollten. Das Inter\u00adesse daran, dass sich Russ\u00adland zur libe\u00adra\u00adlen Demo\u00adkra\u00adtie und Markt\u00adwirt\u00adschaft hin\u00adbe\u00adwegt, ist unver\u00ad\u00e4n\u00addert gro\u00df; ein auto\u00adkra\u00adtisch gef\u00fchr\u00adtes Russ\u00adland wird immer ein gro\u00dfes Problem f\u00fcr Sicher\u00adheit und Sta\u00adbi\u00adli\u00adt\u00e4t in Ost- und Ost\u00admit\u00adtel\u00adeu\u00adropa dar\u00adstel\u00adlen. Wenn sich Russ\u00adland auf einen solchen Weg begibt, dann sollte der Westen sehr schnell und ent\u00adschie\u00adden seine Unter\u00adst\u00fct\u00adzung anbie\u00adten \u2013 ohne die Fehler der letzten Jahr\u00adzehnte zu wiederholen.<\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/russlandverstehen.eu\/wp-content\/uploads\/textende.png\" alt=\"Textende\" width=\"40\" height=\"120\"><\/p>\n<p><em>Der Au\u00dfen\u00adpo\u00adli\u00adtik\u00adex\u00adperte Ulrich Speck hat unter anderem bei Car\u00adne\u00adgie Brussels und beim German Mar\u00adshall Fund of the United States gear\u00adbei\u00adtet. Er schreibt die <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/pro-global\/analyse\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PRO Global Kolumne<\/a> f\u00fcr die \u201eNeue Z\u00fcrcher Zeitung\u201c und twit\u00adtert unter <a href=\"https:\/\/twitter.com\/ulrichspeck\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">@ulrichspeck<\/a><br>\n<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Dieses Paper ist im Rahmen des vom Aus\u00adw\u00e4r\u00adti\u00adgen Amt gef\u00f6r\u00adder\u00adten Pro\u00adjekts \u201e\u201eRuss\u00adland und der Westen\u201c: Euro\u00adp\u00e4i\u00adsche Nach\u00adkriegs\u00adord\u00adnung und die Zukunft der Bezie\u00adhun\u00adgen zu Russ\u00adland\u201c erschie\u00adnen. Sein Inhalt gibt die per\u00ads\u00f6n\u00adli\u00adche Meinung des Autors wider.<\/em>[\/vc_column_text][vc_separator][vc_column_text]Hat Ihnen unser Beitrag gefal\u00adlen? Dann spenden Sie doch einfach und bequem \u00fcber unser Spen\u00adden\u00adtool. Sie unter\u00adst\u00fct\u00adzen damit die publi\u00adzis\u00adti\u00adsche Arbeit von&nbsp;LibMod.<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][vc_column_text]<script type=\"text\/javascript\">\n\t(function() {\n\t\tvar u=\"https:\/\/spenden.twingle.de\/embed\/genericorganisation\/genericproject\/tw5aeafe12eb6cb\/widget\";\n\t\tvar id = '_' + Math.random().toString(36).substr(2, 9);\n\t\tvar d=document, g=d.createElement('script'), s=d.getElementsByTagName('script')[0];\n\t\tdocument.write('<div id=\"twingle-public-embed-' + id + '\"><\/div>');\n\t\tg.type='text\/javascript'; g.async=true; g.defer=true; g.src=u+'\/'+id; s.parentNode.insertBefore(g,s);\n\t})();\n<\/script>[\/vc_column_text][vc_column_text]Wir sind als gemein\u00adn\u00fct\u00adzig aner\u00adkannt, ent\u00adspre\u00adchend sind Spenden steu\u00ader\u00adlich absetz\u00adbar. F\u00fcr eine Spen\u00adden\u00adbe\u00adschei\u00adni\u00adgung (n\u00f6tig bei einem Betrag \u00fcber 200 EUR), senden Sie Ihre Adress\u00adda\u00adten bitte an <a href=\"mailto:finanzen@libmod.de\">finanzen@libmod.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=\u201e1\/3\u201c el_class=\u201edimmer\u201c][vc_empty_space height=\u201e130px\u201c][vc_column_text]<\/p>\n<h2>Ver\u00adwandte&nbsp;Themen<\/h2>\n<p>[\/vc_column_text][vc_basic_grid post_type=\u201epost\u201c max_items=\u201e3\u201c element_width=\u201e12\u201c item=\u201e24066\u201c grid_id=\u201evc_gid:1679656495535\u20133cfcd9fc-bfb3\u20114\u201c css=\u201c.vc_custom_1645720199301{background-color: #ffffff !important;}\u201c taxonomies=\u201e20\u201c][vc_row_inner css=\u201c.vc_custom_1598525753249{margin-top: 15px !important;margin-right: \u201111px !important;margin-left: 0px !important;background-color: #0084a3 !important;}\u201c][vc_column_inner][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1661433131790{margin-top: \u201120px !important;margin-bottom: 5px !important;}\u201c]<\/p>\n<h3><span style=\"color: #ffffff;\">News\u00adlet\u00adter<\/span><\/h3>\n<p>[\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<style type=\"text\/css\"><span data-mce-type=\"bookmark\" style=\"display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;\" class=\"mce_SELRES_start\">\ufeff<\/span><span data-mce-type=\"bookmark\" style=\"display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;\" class=\"mce_SELRES_start\">\ufeff<\/span><span data-mce-type=\"bookmark\" style=\"display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;\" class=\"mce_SELRES_start\">\ufeff<\/span><br \/>\t#mc_embed_signup{background:#b20062; clear:left; font:14px Helvetica,Arial,sans-serif; }<br \/>\t\/* Add your own Mailchimp form style overrides in your site stylesheet or in this style block.<br \/>\t   We recommend moving this block and the preceding CSS link to the HEAD 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