Podiumsdiskussion: Russland und der Westen

Russland und der Westen – Europäische Sicherheit und Strategie gegenüber Russland
14. Oktober 2026 19:00–21:30 Uhr MESZ
Reinhardtstraßenhöfe, Reinhardtstraße 14, 10117 Berlin und Online
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Die wiederkehrenden Diskussionen über Friedensgespräche mit Moskau haben einen zentralen Makel. Obwohl sich für Russland die Lage sowohl militärisch als auch wirtschaftlich zunehmend verschlechtert, zeigt der Kreml keine Friedensbereitschaft. Putin setzt noch immer auf Sieg. Ein Ende des russischen Angriffskriegs ist nicht in Sicht.
Für Europa bleibt von zentraler Bedeutung, die Ukraine so zu unterstützen, dass sie stark genug ist, Russland zu einem Ende des Krieges zu zwingen. Gleichzeitig müssen die Europäer ihre Verteidigungskapazitäten und ihre sicherheitspolitische Zusammenarbeit steigern, damit sie perspektivisch auch ohne US-Unterstützung für ihre Sicherheit sorgen können. Für die künftige europäische Sicherheitsarchitektur ist die Ukraine ein Eckpfeiler.
Auch wenn nicht absehbar ist, wann die Waffen schweigen werden, muss sich Europa schon jetzt auf diese Zeit vorbereiten. Ohne grundlegende Veränderungen in Russland wird ein Waffenstillstand weder den repressiven Charakter des Regimes ändern noch werden Moskaus weit über die Ukraine hinausreichenden Ziele gezügelt.
Mit unseren Gästen wollen wir folgende drängende Fragen diskutieren:
- Was können wir tun, um ein Ende des Krieges zu erzwingen?
- Was haben wir der Eskalation des Vernichtungskriegs gegen die Ukraine entgegenzusetzen? Wie können wir der Ukraine helfen, den Winter zu überstehen und sich erfolgreich zu verteidigen?
- Was ist mit dem Kreml verhandelbar, was nicht?
Und langfristig:
- Müssen wir davon ausgehen, dass der Konflikt mit Russland auch nach einem Ende des Krieges andauern wird – zumindest solange das jetzige Regime an der Macht ist?
- Was folgt daraus für die künftige Russlandpolitik? Ist eine Doppelstrategie von Abschreckung und Angeboten für eine konditionierte Zusammenarbeit realistisch?
- Welche Forderungen sollte Europa an die russischen Eliten richten, und über welche Hebel verfügen wir, um ihnen Nachdruck zu verleihen?
- Wie kann der Westen die innenpolitische Entwicklung in Russland beeinflussen?
Begrüßung: Ralf Fücks, Zentrum Liberale Moderne
Panel I:
- Nils Schmid, Mitglied des Deutschen Bundestages, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung
- Jürgen Hardt, Mitglied des Deutschen Bundestages, außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
- Deborah Düring, Mitglied des Deutschen Bundestages, außenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Kommentar: Michail Chodorkowski, Mitgründer des russischen Antikriegskomitees
Moderation: Ralf Fücks, Geschäftsführender Gesellschafter, Zentrum Liberale Moderne
Panel II:
- Marie Mendras, Professorin an der Paris School of International Affairs, Sciences Po, Paris
- Žygimantas Pavilionis, Mitglied des litauischen Seimas, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten
- Fredrik Löjdquist, Direktor des Stockholm Centre for Eastern European Studies (SCEEUS)
- Agnieszka Legucka, Stv. Leiterin der Strategieabteilung des polnischen Außenministeriums
Moderation: Maria Sannikova-Franck, Programmdirektorin Russland, Zentrum Liberale Moderne
21:30–22:30 Uhr Empfang
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